Preisbestandteile

Die Netznutzungspreise beinhalten folgende Dienstleistungen der EnBW Netzbetreiber:

  • die Netzinfrastruktur
    d.h. die Vorhaltung und die Instandhaltung von Leitungen, Schaltanlagen, Transformatoren usw.
  • die Systemdienstleistungen
    d.h. die für die Funktionstüchtigkeit des Systems eingesetzten Dienstleistungen, die zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie notwendig sind und die Qualität der Stromversorgung bestimmen; dazu gehören die Frequenzhaltung, die Spannungshaltung, der Versorgungswiederaufbau und die Betriebsführung
  • die elektrischen Verluste
    d.h. die beim Transport von elektrischer Energie entstehenden Verluste bis zur Entnahmestelle des Kunden

Die Preise für die Netznutzung bei Kunden mit Leistungsmessung sind in Abhängigkeit von der Jahresbenutzungsdauer angegeben, und zwar für die Bereiche

und beinhalten jeweils einen Leistungspreis pro Jahr und einen Arbeitspreis.

  • die Reservenetzkapazität für Kunden mit Eigenerzeugung
    Kunden mit Eigenerzeugung können für den Ausfall Ihrer Eigenerzeugungsanlagen Reservenetzkapazität bestellen. Die Preise hierfür sind in Preisblatt 5 abgebildet.

Preisblatt 3 gilt für Kunden im Niederspannungsnetz ohne Leistungsmessung.

Für Kunden mit einer unterbrechbaren Last (Speicherheizungen bzw. Wärmepumpen) gilt, soweit sie nicht über eine Leistungsmessung verfügen und entsprechend Preisblatt 1 bzw. Preisblatt 2 abgerechnet werden (s. o.), ein gesonderter, ebenfass im Preisblatt 3 ausgewiesener Preis.

Die Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH wendet bei Kunden ohne Lastgangszählung das synthetische Lastprofilverfahren an. Dabei kommen VDEW-Lastprofile und eigene EnBW-Lastprofile (s. Lastprofile) zur Anwendung. Näheres regelt der Lieferantenrahmenvertrag.

Ab dem 1. Mai 2005 verwendet die Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH für Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe die entsprechenden VDEW Standardlastprofile. Die bisher verwendeten EnBW Profile Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verwendet. Für die Versorgung von Wärmepumpen führt die Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH zum 1. Mai 2005 ein eigenes temperaturabhängiges Lastprofil ein. Das derzeit bestehende Lastprofil für Speicherheizungen (EnBW-HZ1) wird zum 1. Mai 2005 durch das Lastprofil EnBW-HZ2 ersetzt (s. Lastprofile)

Zusätzlich zu diesen Preisen wird berechnet:

  • Messung und Zähldatenbereitstellung
    Diese Preise hängen von der technischen Auslegung des Netzanschlusses und der Mess- und Zähleinrichtungen ab. (Preisblatt 4)
  • Konzessionsabgabe
    Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der jeweils geltenden Konzessionsabgabenverordnung und nach den mit der betreffenden Gemeinde bzw. Stadt vereinbarten Abgabesätzen.
  • Mehrkosten gemäß KWK-G
    Entsprechend dem KWK-G (Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung) vom 19. März 2002 werden verbrauchergruppenspezifische Aufschläge für letztverbrauchende Kunden mit dem Netznutzungsentgelt erhoben. Diese Aufschläge sind
    im Preisblatt 6 aufgeführt.
    Den Belastungsausgleich mit allen einzelnen Verteilnetzbetreibern führt nach dem KWK-G der Übertragungsnetzbetreiber EnBW Transportnetze AG unmittelbar in einem gesonderten Verfahren durch.
  • Blindarbeit
    Im Rahmen der messtechnischen Erfassung wird monatlich derjenige Teil der Blindarbeit, der 50 % der Wirkarbeit übersteigt, mit einem Arbeitspreis von netto 1,00 Ct/kvarh berechnet.

Netzgutschrift für Einspeiser:
Die Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH zahlt an dezentrale Einspeiser ein Entgelt gemäß § 18 StromNEV. EEG-Einspeiser und Einspeiser, die ein Entgelt nach § 4 Abs. 3 Satz 1 KWK-G vereinbart haben, erhalten keine Vergütung. Dezentrale Einspeiser ohne Lastgangmessung erhalten nur ein Entgelt für die eingespeiste Arbeit, jedoch kein Entgelt für die eingespeiste Leistung.