Anschluss

Der Ausbau von Erneuerbaren Energien in unserem Netzgebiet ist auch uns ein Anliegen. Um einen möglichst reibungslosen Ablauf im Rahmen des Anschlussverfahrens zu ermöglichen, haben wir hier die wichtigsten Schritte bis zum Anschluss und Vergütung der Erzeugungsanlagen zusammengestellt.

Anfrage zum Anschluss einer Erzeugungsanlage

Sie beabsichtigen eine Erzeugungsanlage zu installieren und an unser Netz anzuschließen? Hier finden Sie alle notwendigen Informationen zum Ablauf des Anmeldevorgangs.

 

1. Anmeldung zum Anschluss

Im ersten Schritt teilen Sie uns mit, wo eine Photovoltaikanlage geplant und wie sie beschaffen ist. Damit wir die Anschlusssituation prüfen und die netztechnischen Auswirkungen der Anlage berechnen können, benötigen wir folgende Unterlagen:

Anmeldeformular Photovoltaikanlagen

Dieser Vordruck umfasst Adressdaten des Anlagenbetreibers und des beauftragten Installateurs sowie alle wichtigen Informationen zu der geplanten Anlage.

Alle Erzeugungsanlagen, auch die steckerfertigen Erzeugungsanlagen (Plug-In-Anlagen), müssen bei der Netze NGO angemeldet und von einer in einem Installationsverzeichnis eingetragenen Elektrofachkraft in Betrieb gesetzt werden.

Fügen Sie dieser Anmeldung ebenfalls einen Lageplan mit Standort der Anlage bei.

2. Wir werden aktiv: Netzverträglichkeitsprüfung

Wir ermitteln, wie wir Ihre Anlage sicher in unser Netz integrieren können. In der Regel senden wir Ihnen innerhalb weniger Wochen die Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts. Darin informieren wir Sie auch über eventuell erforderliche Netzverstärkungsmaßnahmen. Den Netzverknüpfungspunkt reservieren wir sechs Monate lang für Sie.

3. Einspeisemanagement

Gemäß §9 des EEG müssen sich Erzeugungsanlagen zur Vermeidung von Netzüberlastungen  am Eispeisemanagement des Netzbetreibers, an dessen Netz sie angeschlossen sind, beteiligen.
Hierzu gibt es die Möglichkeit, je nach Leistungsgröße der PV-Anlage, des Einbaus eines Rundsteuerempfängers oder Wirkleistungsreduzierung der PV-Anlage auf 70%. Die Rahmenbedingungen hierzu analysieren Sie vorab mit Ihrem Elektroinstallateur.

Für die Wahl des Rundsteuerempfängers erhalten Sie Im Rahmen der Mitteilung des Netzverknüpfungspunktes, ein Bestellformular.

Nach der Bestellung wird Ihnen der entsprechend parametrierte  Rundsteuerempfänger zugesandt, der durch einen von Ihnen beauftragen Elektroinstallateur zu installieren ist.  Der Bestellung liegt ein Schaltbild sowie ein Formular zur Bestätigung des Einbaus bei.

4. Fertigmeldung

Nach Fertigstellung Ihrer Anlage, teilt uns Ihr Elektroinstallateur, die Betriebsbereitschaft der PV-Anlage und Fertigstellung des Zählerplatzes mit.

Fertigmeldung Photovoltaikanlagen

Ein Zählerwechsel im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Anlage wird über das Fertigmeldeformular beauftragt. Nur wenn dieses Formular vollständig ausgefüllt an uns gesendet wird, ist eine weitere Bearbeitung möglich. Anderenfalls kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen!

Messkonzepte
Im Rahmen der Fertigmeldung ist das umgesetzte Messkonzept, und bei Speicheranlagen zusätzlich das Speicherschema zwingend erforderlich. Hier wird die  passende Einspeisevariante und der dazugehörigen Messaufbau für Ihre Anlage dokumentiert.

Messkonzepte 1 - 11
Speicherschema 1 - 8

Bestätigung Einspeisemanagement
Bitte senden Sie uns die Bestätigung  über den Einbau des Rundsteuerempfängers zu. Das Bestätigungsformular über den Einbau wird mit dem Gerät versendet.

Sollten Sie von der 70% -Regelung Ihrer Anlagen Gebrauch machen, ist dies im Rahmen der Inbetriebnahme auf dem Fertigmeldeformular entsprechend zu vermerken.

Meldung Bundesnetzagentur
Bitte beachten Sie, dass Photovoltaikanlagen gemäß § 52 EEG 2014 bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden müssen. Die Meldefrist beträgt 1 Monat nach Anlageninbetriebnahme (§ 3 Abs. 3 AnLRegV).

http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1422/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Anlagenregister/Anlagenregister_node.html

Die Meldung an die Bundesnetzagentur ist Vergütungsvoraussetzung!

 

Wichtige Besonderheiten:

Bei Einspeisung ins öffentliche Niederspannungsnetz sind folgende Anlagen hinzuzufügen:

  • Konformitätserklärung NA-Schutz nach ARN 4105 (SEmax > 30kVA)
  • Konformitätserklärung aller Wechselrichter nach ARN 4105


Bei Einspeisung ins öffentliche Mittelspannungsnetz sind folgende Anlagen hinzuzufügen:

  • Konformitätserklärung für Eigenerzeugungsanlage (EA) am MS-Netz (Erklärung des Anlagenbetreibers)
  • Einheitenzertifikate nach der aktuellen bdew-Richtlinie Inbetriebsetzungsprotokoll Anschlussanlage und Erzeugungseinheiten (Vorlage erhält der Anlagenbetreiber im Rahmen der Mitteilung des Netzverknüpfungspunktes)
  • Anlagenzertifikat bei EA am Mittelspannungsnetz > 1 MVA oder bei kundeneigenen MS-Netz mit einer Länge > 2km
  • Maßstabgerechte Lagepläne vom Standort der Übergabestation und der Einspeiseanlage (Typ, Lage und Länge aller kundeneigenen Energiekabel vom Verknüpfungspunkt zur Erzeugungsanlage).
  • Übersichtsplan der gesamten elektrischen Anlage mit den Nenndaten der eingesetzten Betriebsmittel (Schutz und Rundsteuerempfänger sind einzutragen. Einpolige Darstellung ist ausreichend). Hierfür ist der von Ihnen beauftragte Elektroinstallateur der richtige Ansprechpartner!
5. Wir werden aktiv: Zählertausch/Zählermontage

Wir setzen uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung, um einen Termin zu vereinbaren. Mit dem Zählertausch beziehungsweise der Zählermontage schaffen wir die Voraussetzung für die Inbetriebnahme Ihrer PV-Anlage.

 

6. Wir werden aktiv: Stromeinspeisebestätigung für die Vergütung

Nachdem uns alle notwendigen Unterlagen vorliegen, erhalten Sie nach durchgeführter Prüfung derselben  Ihre Stromeinspeisebestätigung. Darin sind alle Einzelheiten zum Anschluss, Betrieb und Vergütung Ihrer Erzeugungsanlage enthalten. Bitte senden Sie das beiliegende Kundendatenblatt vollständig ausgefüllt an uns zurück.