Bestandsanlagen

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Hier haben wir für Sie alles Wissenswerte zu aktuellen Regelungen zusammengefasst.

EEG-Anlagen - Ende der Förderung

Bis zum 31. Dezember 2000 in Betrieb gegangene Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sind betroffen. Deren Förderzeitraum endete zum 31.12.2020.

Überwiegend handelt es sich hierbei um kleine Photovoltaik-Anlagen, die die gesamte erzeugte elektrische Energie in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen (Volleinspeiser). Während des gesetzlichen Förderzeitraums hat die NGO als Netzbetreiber den Strom angekauft und dafür eine feste Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) ausgezahlt.

 

Wie sieht die gesetzliche Nachfolgeregelung
für Kleinanlagen aus?

Für den Weiterbetrieb von EEG-Anlagen nach Ende der Förderung gibt es nach dem EEG 2021 nun drei Möglichkeiten. Neben der weiteren Volleinspeisung mit Einspeisevergütung für Anlagen bis 100 kW und der Möglichkeit der Direktvermarktung ist es durch die Nachfolgeregelung für Kleinanlagen nun möglich, ohne wirtschaftliche Nachteile die Anlage von Voll- auf Überschusseinspeisung umzustellen und den erzeugten Strom teilweise selbst zu nutzen.

Hinweis: Die gesetzliche Förderung für EEG-Anlagen, die im Jahr 2001 in Betrieb genommen worden sind, endet erst am 31. Dezember 2021.

 

Welche Modelle gibt es für den weiteren Betrieb?

Nach aktueller Gesetzeslage gibt es für den weiteren Betrieb von EEG-Anlagen, deren gesetzliche Förderung zum 31. Dezember 2020 endete, seit dem 1. Januar 2021 nun drei Möglichkeiten:

  1. Volleinspeisung mit Einspeisevergütung

    Gilt für Anlagen bis 100 kW

    Anlagen mit einer installierten Leistung bis 100 kW erhalten für ihren eingespeisten Strom weiterhin eine Einspeisevergütung vom Netzbetreiber – diese basiert auf einem Referenzmarktpreis, der an den Strombörsen gebildet wird. Der Anlagenbetreiber muss hierfür seine Anlage nicht umrüsten. Es ist kein zusätzlicher Vertragsabschluss notwendig.

  2. Umrüstung auf Überschusseinspeisung

    Alternativ ermöglicht das EEG 2021 nun dem Anlagenbetreiber, auch ohne wirtschaftliche Nachteile, seine Anlage auf Überschusseinspeisung umzurüsten und somit den erzeugten Strom teilweise selbst zu nutzen. Der Umbau seiner Anlage von Voll- auf Überschusseinspeisung ist allerdings mit Kosten verbunden. Ein geeigneter Ansprechpartner hierfür ist der Elektroinstallateur des Anlagenbetreibers.

    Anlagen mit einer installierten elektrischen Leistung bis 100 kW erhalten für den eingespeisten Überschussstrom die oben dargestellte Einspeisevergütung vom Netzbetreiber.

    Übrigens: Die EEG-Umlagepflicht entfällt für EEG-Anlagen bis 30 kW und einem Eigenverbrauch von 30.000 kWh/a. In allen anderen Fällen muss die EEG-Umlage in Höhe von 40 % des Regelsatzes bezahlt werden.

  3. Direktvermarktung der Stromeinspeisung

    Daneben gibt es die Möglichkeit, die Anlage zur Direktvermarktung anzumelden. Für Anlagen mit einer installierten Leistung über 100 kW ist dies sogar verpflichtend.

    Ein Direktvermarkter veräußert den eingespeisten Strom dann für den Anlagenbetreiber an der Börse. Je nach Anlagengröße und Messkonzept (Voll- oder Überschusseinspeisung) sind ggf. neue technische Einrichtungen für die Messung (Erfassung von 15 Minuten-Werten mit Zähldatenfernübertragung) und die Fernsteuerung der Anlage notwendig, welche zusätzliche Kosten mit sich bringen. Ein Direktvermarkter berät hierzu sicherlich gerne.


    Übrigens: Das EEG 2021 erlaubt Vereinfachungen für Anlagen in Direktvermarktung, deren installierte Leistung maximal 100 kW beträgt und die in Volleinspeisung betrieben werden. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit dem Direktvermarkter.

 

Vergütungsinformationen finden Sie in der VBEW-Information hier