Technische Einrichtung

Wie funktioniert das Einspeisemanagement in technischer Hinsicht?

Unsere Systeme berechnen automatisch, in welchen Regionen die Anlagen ihre Einspeiseleistung reduzieren müssen. In diesem Fall senden wir ein Signal an die Anlagen. Die Anlagen erhalten dann den Steuerungsbefehl ihre Einspeiseleistung, je nach Erfordernis, auf 60, 30 oder null Prozent zu reduzieren. Ist die Notwendigkeit der Reduzierung der Einspeiseleistung nicht mehr gegeben, erhalten die Anlagen den Steuerbefehl wieder mit voller Leistung, oder vorerst mit einer höheren Leistung einzuspeisen.

 

Mit welcher Technik erfolgt die Abregelung?

In unserem Netzgebiet werden unterschiedliche Techniken genutzt, die das Signal zur Reduzierung der Einspeisung ferngesteuert übertragen. Die eingesetzte Technik zur Umsetzung der Reduzierung richtet sich nach der Leistung der Anlage. Welche Technik bei Ihnen zum Einsatz kommt, erfahren Sie von uns individuell nach Beantragung Ihres Netzanschlusses.

 

Bei welchen Anlagen wird das Einspeisemanagement eingesetzt?

Bei EEG- und KWK-Anlagen mit einer installierten Leistung über 25 kW sind technische Einrichtungen zur stufenweisen Reduzierung der Einspeiseleistung durch den Netzbetreiber erforderlich. Diese Pflicht gilt auch für EEG- und KWK-Anlagen bis 25 kW, die hinter einem Netzanschluss betrieben werden, hinter dem auch mindestens eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG (bspw. Wärmepumpe) betrieben wird.

Bei Solaranlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 25 kW, die hinter einem Netzanschluss betrieben werden, hinter dem keine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG betrieben wird, ist entweder die Einspeiseleistung am Verknüpfungspunkt mit dem Netz auf 70 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen oder eine technische Einrichtung zur stufenweisen Reduzierung der Einspeiseleistung durch den Netzbetreiber erforderlich.

 

Wer installiert die technische Einrichtung und überprüft die Bereitschaft?

Die Elektrofachkraft des Anlagenbetreibers installiert die technische Einrichtung und prüft sie bei Inbetriebnahme.

 

Kurzübersicht über technische Einrichtung:

Leistung Technische Einrichtung
Bis 25 kW(p) Tonfrequenzrundsteuerempfänger (TRE) oder 70% Regelung
25 kW(p) - 100 kW(p) Tonfrequenzrundsteuerempfänger (TRE)
100 kW(p) - 950 kW(p) Tonfrequenzrundsteuerempfänger (TRE) mit registrierender Leistungsmessung
Größer 950 kW(p) Fernwirkanlage mit registrierender Leistungsmessung

PV-Anlagen sind gemäß EEG in Abhängigkeit der innerhalb von 12 Kalendermonaten auf einem Grundstück oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe in Betrieb genommenen Erzeugungsleistung (= Modulleistung in kWp) zusammenzufassen und unabhängig vom Eigentümer der Anlage(n) mit den oben angegebenen technischen Vorrichtungen auszustatten.

Sie können das notwendige TRE/die notwendige Fernwirkanlage inkl. Parametrierung über die Netze NGO bestellen. Der Bestellauftrag wird bei Neuanlagen mit dem Genehmigungsschreiben an Sie versendet. Das Bestätigungsformular über den Einbau wird mit dem TRE versendet. Bei Fernwirkanlagen erfolgt die Bestätigung der Funktionalität im Rahmen der abschließenden IBN durch Unterschrift des Anlagenbetreibers und des ausführenden Elektrofachbetriebs.

Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den Anlagenbetreiber. Kommt der Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nicht nach, besteht gemäß EEG kein Vergütungsanspruch.

Die Technischen Mindestanforderungen zur Umsetzung des Einspeisemanagements nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetzes finden Sie hier. Für EEG-Neuanlagen am Mittelspannungsnetz gelten zusätzlich die gültigen TAB der Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH sowie deren Erweiterungen.

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FAQ Einspeisemanagement

Schaltbild Tonfrequenzrundsteuerempfänger