Elektromobilität bei der Netze NGO

Eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020, sechs Millionen bis 2030 – das sind die Ziele der Bundesregierung für Elektromobilität. Für den zu erwartenden Boom an Elektroautos muss nicht nur die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, sondern auch das Stromnetz gerüstet sein. Die Netze NGO bereitet sich für die anstehenden Herausforderungen vor.

Bitte beachten Sie folgendes bei der Installation einer Ladestation

  1. Für die Bewertung der Installation vor Ort empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Elektroinstallateur in Verbindung zu setzen. Nutzen Sie hierzu die eingetragenen Installations-Fachbetriebe.

  2. Ladestationen mit einer Anschlussleistung bis einschließlich 12 kW sind meldepflichtig und müssen der Netze NGO zur Information mitgeteilt werden. Sie können nach der Mitteilung an uns eingebaut werden. Das entsprechende Meldeformular finden Sie hier.

  3. Verfügt Ihre geplante Ladestation über eine Leistung von mehr als 12 kW gilt eine Anmelde- und Genehmigungspflicht. Dabei muss die Netze NGO der Installation explizit zustimmen, d.h. wir überprüfen erst, ob wir die gewünschte Ladeleistung an Ihrem Hausanschluss zur Verfügung stellen können oder ob wir den Hausanschluss bzw. das vorgelagerte Netz verstärken müssen. 

    Das entsprechende Anmelde- und Genehmigungsformular finden Sie hier.

Für die Ausführung ist ebenfalls die Beauftragung eines eingetragenen Elektroinstallateurs notwendig. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie in der Erläuterung zu den "Technischen Anschlussbedingungen der Netze NGO".

Zusätzliche Informationen zum Aufbau und zur Ladeinfrastruktur finden Sie im "Leitfaden Ladeinfrastruktur Elektromobilität".

 

KfW-Förderprogramm

Ab 24. November 2020 kann bei der KfW eine Förderung für die Beschaffung und Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlichen Bereich beantragt werden. Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen. Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird.  

Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt.

 

Das Wichtigste hierzu in Kürze:

  • Die Ladestation/Wallbox und deren Nutzung muss den Vorgaben der KfW-Förderbedingungen entsprechen. Mehr Informationen finden Sie hier.
  • Die Ladestation/Wallbox muss bei der KfW als förderfähig gelistet sein. Die Liste der KfW finden Sie hier.
  • Bitte beachten Sie, dass die Ladestation/Wallbox durch eine eingetragene Elektrofachkraft installiert werden muss.
  • Die Ladestation/Wallbox muss bei der Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH gemeldet werden.
  • Es ist ein Installations-Leerrohr nach DIN 18015-1 für eine nachträglich kabelgebundene Kommunikation zwischen Ladestation/Wallbox und Zählerplatz zu installieren. 
  • Von der Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH wird eine verpflichtende Steuerung der Ladestation/Wallbox durch den Netzbetreiber nicht gefördert.

 

Welche Ladestation genehmigt die NGO für das Zuhause-Laden?

Eine Ladeeinrichtung mit einem maximalen Leistungsbezug von 11 kW ist an allen Netzverknüpfungspunkten möglich. Sie muss dem Netzbetreiber nur angezeigt werden und erfordert keine Genehmigung des Netzbetreibers.

Im Umfeld „Zuhause-Laden“ ist eine Ladeleistung von 11 kW für die allermeisten Fälle mehr als ausreichend. Ein Fahrzeug, das z. B. um 18:00 Uhr abends bis 07:00 Uhr des Folgetags am Ladepunkt angeschlossen ist, kann bei einem Leistungsbezug von 11 kW eine Energiemenge von 140 kWh „tanken“. Das entspricht bei einem Fahrstrombedarf von 20 kWh/100 km einer Strecke von 700 km – eine ganze Menge, auch wenn sich diese Strecke auf mehr als ein Fahrzeug aufteilt. 

In begründeten Fällen und abhängig von der Netzsituation besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, einen Ladepunkt mit einem Leistungsbedarf von 22 kW oder mehr anzuschließen. 

Warum gibt es bei 22-kW-Ladestationen Einschränkungen in der Genehmigung?

Eine 22-kW-Ladestation beansprucht die Netzkapazität wesentlich mehr als eine 11-kW-Ladestation. In den nächsten Jahre rechnen die Netzbetreiber mit einem deutlichen Hochlauf der Elektromobilität. Durch eine Reduktion der Ladeleistung möchten wir sicherstellen, dass jeder unserer Kunden die Möglichkeit hat, eine Ladestation bei sich einzurichten und sein E-Fahrzeug zuhause zu laden. 

Zukünftig werden die Netzbetreiber über eine intelligente Netzsteuerung sicherstellen, dass die Ladeleistung nur dann beschränkt wird, wenn ein Netzengpass vorliegt. Die dazu notwendigen gesetzlichen Regelungen §14a EnWG sowie Steuerungslösungen und Standards werden derzeit noch von Herstellern und Verbänden gemeinsam entwickelt. 

Wer ist für den Einbau einer Ladestation in Mehrfamilienhäusern zuständig?

Der Einbau von Ladestationen in Mehrfamilienhäusern ist Aufgabe des Eigentümers bzw. der Eigentümergemeinschaft. Für jeden Mieter ist der Eigentümer der Wohnung der Ansprechpartner.

Wie wird der Ladestrombezug in Mehrfamilienhäusern abgerechnet?

Hierfür gibt es zwei Lösungen:

1. Lösung:
Jede Ladesäule ist einer Wohnung zugeordnet und wird über deren Zähler abgerechnet. 

2. Lösung:
Die Abrechnung der Ladeleistung erfolgt über einen Mobilitätsdienstleister. Ein separater Zähler zählt die elektrische Energie, die über die Ladepunkte abgegeben wird. Über eine elektronische Chipkarte identifiziert sich jeder Benutzer vor dem Ladevorgang und sorgt so dafür, dass die Kosten der bezogenen elektrischen Energie auf sie/ihn verrechnet werden können.

Ich möchte mehr als eine Ladestation installieren, was muss ich beachten?

Bei zwei oder mehreren Ladestationen muss ein Lademanagement sichergestellt werden. Wenn an mehreren Ladepunkten gleichzeitig Fahrzeuge geladen werden, kann in Summe, die am Netzanschluss zulässige Leistung überschritten werden. Die Folge könnte unter anderem die Versorgungsunterbrechung für das Gebäude sein.

Um dies zu vermeiden, bietet der Markt Ladepunkte an, die an ein übergeordnetes Lademanagement angeschlossen sind. In diesem Lademanagement wird ein Wert für die maximale gleichzeitig bezogene Ladeleistung eingestellt. Das Lademanagement teilt die verfügbare Ladeleistung an alle angeschlossenen Fahrzeuge auf. Sobald ein Fahrzeug seinen Ladevorgang beendet, stellt das Lademanagement diese Leistung den anderen Fahrzeugen zur Verfügung.