Veröffentlichungspflichten Netznutzung

Synthetische Lastprofile der Netze NGO

Netze NGO wendet BDEW-Standardlastprofile sowie netzbetreiberspezifische Lastprofile an. Sie legt fest, welches Profil für den entsprechenden Kunden zur Anwendung kommt. Nachfolgende Tabelle enthält alle bei Netze NGO  seit 1. Mai 2005 verwendeten Lastprofile:

Kundengruppe Profilbezeichnung SLP-Kurzbezeichnung
Haushalt (bis 31.12.2016)

Haushalt (ab 01.01.2017)

VDEW-H0 dynamisiert

NGO-H1 dynamisiert

H0

OH1

Gewerbe (bis 31.12.2017)

Gewerbe (ab 01.01.2018)

VDEW-G0

NGO-G1

G0

OG1

Landwirtschaft VDEW-L0 L0
Bandlast EnBW-Band EB0
Elektrospeicherheizung (bis 31.12.2016)

Elektrospeicherheizung (ab 01.01.2017)

EnBW-HZ2

NGO-HZ1

EZ2

OZ1

Wärmepumpe (bis 31.12.2016)

Wärmepumpe (ab 01.01.2017)

EnBW-WP0

NGO-WP1

EP0

OP1

Straßenbeleuchtung EnBW-STR ES0
Öffentliche Telefonzelle EnBW-OeTel ET0

 

Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen

Speicherheizung/ Wärmepumpe

Seit dem 1. Juli 2003 können Kunden mit elektrischen Speicherheizungsanlagen im Netz der Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH bzw. ihres Vorgängers EnBW ODR nach dem Verfahren der temperaturabhängigen Lastprognose beliefert werden. Dieses Lastprognoseverfahren wurde vom Verband der Netzbetreiber (VDN) und der Universität Cottbus erarbeitetet. Es ist im VDN-Praxisleitfaden „Lastprofile für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen“ beschrieben.

Ab dem 1. Mai 2005 können auch Wärmepumpenanlagen nach dem vorgenannten Verfahren beliefert werden.Die Regelungen des Lieferantenrahmenvertrages sind maßgebend.

Informationen und Festlegungen

Gemäß dem VDN-Praxisleitfaden für Netzbetreiber stellt die Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH für ihr Netz folgende Informationen und Festlegungen bereit:

  • Die Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH wendet für alle Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenanlagen in ihrem Netzgebiet jeweils ein gemeinsames, temperaturabhängiges Lastprofil mit einer Kurvenschar in 1°C-Schritten an.
  • Maßgebliche Temperaturmessstelle für die Tagesmitteltemperatur ist
    - bis 31.12.2016 die Messstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Stuttgart-Echterdingen (Flughafen Stuttgart, Messstellennummer 10738)
    - ab 01.01.2017 die Messstation Ellwangen-Rindelbach der Meteomedia GmbH (Stationsnummer 198329).

Lastprofile unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen

 

Wichtiges zu Anmeldung und Prognose

Bitte beachten Sie bei der Anmeldung Ihrer Speicherheizungs- oder Wärmepumpenanlage und bei der Lastprofilprognose für die Fahrplanmeldung, dass für die Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH folgende Punkte gelten:

  • Die Bezugstemperatur für Speicherheizungs- und Wärmepumpenprofile ist +17°C.
  • Die Begrenzungskonstante ist bei Speicherheizungsanlagen auf „null“ und bei Wärmepumpenanlagen auf „eins“ gesetzt.
  • Wir verwenden die Tagesmitteltemperatur zum Ausrollen der Speicherheizungs- und Wärmepumpenprofile.
  • Das Lastprofilverfahren wird für Speicherheizungsanlagen mit Jahresarbeitszählung in unserem Niederspannungsnetz ohne Beschränkungen bezüglich der Maximalleistung und Jahresarbeit angewandt. Das bedeutet: Die Lastprofilanwendungsgrenzen 100.000 kWh/a gilt hier nicht.
  • Auf Wärmepumpenanlagen trifft die übliche Lastprofilanwendungsgrenze jedoch zu.
  • Alternativ bauen wir auf Wunsch des Lieferanten und/oder Kunden, einen Maximum- oder Lastgangzähler ein. Das Netznutzungsentgelt errechnet sich in diesem Fall aus Leistungs- und Arbeitspreis gemäß Preisblatt 1.
  • Für den spezifischen Stromverbrauch (a-1) und den Periodenstromverbrauch der Speicherheizungs- oder Wärmepumpenanlage (A-1) sind die von uns vorgegebenen Werte maßgebend. Diese Vorgehensweise weicht vom VDN-Praxisleitfaden ab.
  • Bei Zweizähleranlagen mit getrennter Messung für Allgemeinverbrauch und Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch muss jeder Zählpunkt durch den Lieferanten getrennt angemeldet werden. Es sind somit verschiedene Lieferanten für Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch und Allgemeinverbrauch möglich.
  • Bei Einzähleranlagen mit Zweitarifumschaltung ist keine Aufteilung auf Allgemein- und Wärmepumpenverbrauch möglich. (Allgemein- und Wärmepumpenverbrauch gemeinsam über einen Zähler erfasst.) Die Netznutzung für Wärmepumpenanlagen ohne separate Messung erfolgt zu den Konditionen für Anlagen mit reinem Allgemeinverbrauch.
  • Bei Einzähleranlagen mit Zweitarifumschaltung wird die NT-Arbeit als Speicherheizungsverbrauch und die HT-Arbeit als Allgemeinverbrauch angesetzt. Die Lastprofile werden gemäß Prognoseverbrauch skaliert. Einzähleranlagen werden durch den Lieferanten als eine Kundenanlage angemeldet und können deshalb nur von einem Lieferanten beliefert werden.
  • Bei Einzähleranlagen mit Eintarifzählung und gemischtem Heizungs- oder Wärmepumpenverbrauch und Allgemeinverbrauch ist keine Aufteilung auf Allgemein- und Heizungs- bzw. Wärmepumpenverbrauch möglich. Die Netznutzung ist nur zu den Konditionen für Anlagen mit reinem Allgemeinverbrauch möglich. Alternativ kann der Lieferant bei uns einen kostenpflichtigen Umbau der Zähleinrichtung beauftragen.
Synthetische Einspeiseprofile der Netze NGO

 

Referenzverfahren bei Fotovoltaik Einspeisungen

Seit dem 1.7.2012 wird für die Bilanzierung nicht Lastgang gemessener Fotovoltaik -Einspeisungen das Referenzprofil der Transnet  BW verwendet. Der ¼ h Einspeiseverlauf wird berechnet aus realen Wechselrichterdaten.